© 2019 Tobias PM Schneid
TOBIAS PM SCHNEID
„Cathedral I - III“ (2004/08) Besetzung: 1.1.1.0-0.0.0.0-Pno/Harfe-Perc-0.1.1.1.0 Dauer: ca. 13 min Tonträger: - Verlag: peermusic, New York / Hamburg
„Cathedral I – III“ Die drei „Cathedral“-Stücke sind zum Jahresausklang 2002 zunächst für Klavier solo entworfen worden. ‚Cathedral I‘ habe ich unter dem Eindruck des ergreifenden Requiems für meinen ersten Kompositionslehrer Bertold Hummel (im Dom zu Würzburg) komponiert (ihm sind die Klavierstücke auch gewidmet). Kurz darauf habe ich erfahren, daß mein Vater unheilbar erkrankt ist. Die Cathedrals II & III sind in der Folgezeit entstanden. Die gesamte Abfolge der Cathedrals basiert auf der Erfahrung des Sterbens meines Vaters. Ein Rückzug von bislang ‚Gewohntem/Vertrautem‘ in einen zwar sehr innigen, aber auch abstrahierten und auf sehr eigene Weise distanzierten Zustand. Die Abfolge der drei Stücke versinnbildlicht dies: Beeinhaltet Cathedral I relativ konventionelle Muster im harmonischen und auch melodisch-gestischen Bereich, werden die Klänge und Gesten in Cathedral II schon deutlich amorpher. Eigentlich sind dies nur aneinandergesetzte Akkorde, deren einzige Bezugspunkte gemeinsame Töne darstellen. Cathedral III schließlich - obwohl als ‚Abschiedstück‘ komponiert - ist komplett durchorganisiert (und wird dadurch für mich – der ich eigentlich kein Freund von ausschließlicher Prädeterminiertheit bin - ins Abstrakte hinein gezogen): Es gibt zwei Materialschichten: eine Allintervall-Reihe und eine Dreiklangsebene, die in Ihrer räumlichen Ausdehnung immer mehr zunimmt (von der 3- in die 7-Stimmigkeit). Alle in beiden Ebenen entstehen Klänge haben eine vorher genau abgezirkelte Dauerneinheit, sodass jeder Klang eine individuelle „Lebenszeit“ erhält (analog zu jener von uns Menschen).“ Die Fassungen für Ensemble und Klavier, und die neue Fassung für Ensemble und Harfe geben den Stücken noch eine zusätzliche Raum – und Farbendimension (vielleicht analog zu – durch Kathedralenfenster gebrochenem – in einen Kirchenraum einfallendem und in seine Spektrale aufgefächertem Licht als Symbol für die Wandlung vom Leben in den Tod).
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© 2017 Tobias PM Schneid
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„Cathedral I - III“ (2004/08) Besetzung: 1.1.1.0-0.0.0.0-Pno/Harfe-Perc-0.1.1.1.0 Dauer: ca. 13 min Tonträger: - Verlag: peermusic, New York / Hamburg
„Cathedral I – III“ Die drei „Cathedral“-Stücke sind zum Jahresausklang 2002 zunächst für Klavier solo entworfen worden. ‚Cathedral I‘ habe ich unter dem Eindruck des ergreifenden Requiems für meinen ersten Kompositionslehrer Bertold Hummel (im Dom zu Würzburg) komponiert (ihm sind die Klavierstücke auch gewidmet). Kurz darauf habe ich erfahren, daß mein Vater unheilbar erkrankt ist. Die Cathedrals II & III sind in der Folgezeit entstanden. Die gesamte Abfolge der Cathedrals basiert auf der Erfahrung des Sterbens meines Vaters. Ein Rückzug von bislang ‚Gewohntem/Vertrautem‘ in einen zwar sehr innigen, aber auch abstrahierten und auf sehr eigene Weise distanzierten Zustand. Die Abfolge der drei Stücke versinnbildlicht dies: Beeinhaltet Cathedral I relativ konventionelle Muster im harmonischen und auch melodisch-gestischen Bereich, werden die Klänge und Gesten in Cathedral II schon deutlich amorpher. Eigentlich sind dies nur aneinandergesetzte Akkorde, deren einzige Bezugspunkte gemeinsame Töne darstellen. Cathedral III schließlich - obwohl als ‚Abschiedstück‘ komponiert - ist komplett durchorganisiert (und wird dadurch für mich – der ich eigentlich kein Freund von ausschließlicher Prädeterminiertheit bin - ins Abstrakte hinein gezogen): Es gibt zwei Materialschichten: eine Allintervall-Reihe und eine Dreiklangsebene, die in Ihrer räumlichen Ausdehnung immer mehr zunimmt (von der 3- in die 7- Stimmigkeit). Alle in beiden Ebenen entstehen Klänge haben eine vorher genau abgezirkelte Dauerneinheit, sodass jeder Klang eine individuelle „Lebenszeit“ erhält (analog zu jener von uns Menschen).“ Die Fassungen für Ensemble und Klavier, und die neue Fassung für Ensemble und Harfe geben den Stücken noch eine zusätzliche Raum – und Farbendimension (vielleicht analog zu – durch Kathedralenfenster gebrochenem – in einen Kirchenraum einfallendem und in seine Spektrale aufgefächertem Licht als Symbol für die Wandlung vom Leben in den Tod).
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„Cathedral I – III“ Die drei „Cathedral“-Stücke sind zum Jahresausklang 2002 zunächst für Klavier solo entworfen worden. ‚Cathedral I‘ habe ich unter dem Eindruck des ergreifenden Requiems für meinen ersten Kompositionslehrer Bertold Hummel (im Dom zu Würzburg) komponiert (ihm sind die Klavierstücke auch gewidmet). Kurz darauf habe ich erfahren, daß mein Vater unheilbar erkrankt ist. Die Cathedrals II & III sind in der Folgezeit entstanden. Die gesamte Abfolge der Cathedrals basiert auf der Erfahrung des Sterbens meines Vaters. Ein Rückzug von bislang ‚Gewohntem/Vertrautem‘ in einen zwar sehr innigen, aber auch abstrahierten und auf sehr eigene Weise distanzierten Zustand. Die Abfolge der drei Stücke versinnbildlicht dies: Beeinhaltet Cathedral I relativ konventionelle Muster im harmonischen und auch melodisch- gestischen Bereich, werden die Klänge und Gesten in Cathedral II schon deutlich amorpher. Eigentlich sind dies nur aneinandergesetzte Akkorde, deren einzige Bezugspunkte gemeinsame Töne darstellen. Cathedral III schließlich - obwohl als ‚Abschiedstück‘ komponiert - ist komplett durchorganisiert (und wird dadurch für mich – der ich eigentlich kein Freund von ausschließlicher Prädeterminiertheit bin - ins Abstrakte hinein gezogen): Es gibt zwei Materialschichten: eine Allintervall-Reihe und eine Dreiklangsebene, die in Ihrer räumlichen Ausdehnung immer mehr zunimmt (von der 3- in die 7-Stimmigkeit). Alle in beiden Ebenen entstehen Klänge haben eine vorher genau abgezirkelte Dauerneinheit, sodass jeder Klang eine individuelle „Lebenszeit“ erhält (analog zu jener von uns Menschen).“ Die Fassungen für Ensemble und Klavier, und die neue Fassung für Ensemble und Harfe geben den Stücken noch eine zusätzliche Raum – und Farbendimension (vielleicht analog zu – durch Kathedralenfenster gebrochenem – in einen Kirchenraum einfallendem und in seine Spektrale aufgefächertem Licht als Symbol für die Wandlung vom Leben in den Tod).
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